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Pulsatilla

Pulsatilla - die Wiesenküchenschelle

Pulsatilla pratensis ist der lateinische Name für die Wiesenküchenschelle, eine ausdauernde Pflanze aus der Familie der Hahnenfußgewächse, die in homöopathischer Anwendung ein beliebtes Allgemeinmittel, vor allem für Kinder und Frauen ist. Hahnenfußgewächse wie die Wiesenküchenschelle enthalten das giftige Protoanemonin. Dessen Charakteristika als von der Pflanze abgesonderte Milch prägen unter anderem das homöopathische Arzneimittelbild der verschiedenen Potenzen wie Pulsatilla D6 und Pulsatilla D12.

Pulsatilla in der Botanik

Küchenschellen, die auch als Kuhschellen bezeichnet werden, bilden eine eigene Gattung in der Familie der Hahnenfußgewächse. Man weiß, dass sie ebenfalls mit den Anemonen (Windröschen) eng verwandt sind. Ihren Namen verdankt die frühblühende Wiesenküchenschelle ihren hübschen schwarz-violetten Blüten, die an eine Kuhglocke erinnern. Man kennt sie auch als Glockrose, Bitzblume und Schwarz-Küchenschelle. Wiesenkuhschellen lieben kalkreiche Böden in nicht zu dicht bepflanzten Eichen- und Kiefernwäldern, wo sie nährstoffarme Flächen von Trockenrasen besiedeln. In Deutschland steht die Wiesenküchenschelle auf der roten Liste geschützter Arten der Bundesländer und wird auch von der Bundesartenschutzverordnung erfasst.


Anwendung in Historie und Gegenwart

Die Wiesenkuhschelle ist schon seit der Antike in der Naturheilkunde als Arzneipflanze bekannt. Historische Kräuterbücher etwa aus dem Mittelalter weisen auf verschiedene Wirkungen in innerlicher und äußerlicher Anwendung hin. Man hat beispielsweise Aufgüsse der Blätter in Wunden eingebracht oder Augenentzündungen damit behandelt. Auch die chinesische Naturheilkunde TCM kennt das Hahnenfußgewächs.

Dabei war von alters her die Giftigkeit der frischen Pflanze bekannt. Manche Naturheilkundler haben deshalb von einem Einsatz des Hahnenfußgewächses schon frühzeitig eher abgesehen. So mahnte Tabernaemontanus, ein bekannter mittelalterlicher Arzt und Apotheker, zu großer Vorsicht bei der Anwendung. Das sehr giftige Protoanemonin wird durch Trocknung in das ungiftige Anemonin umgewandelt. Diesem werden krampf- und schmerzlindernde Wirkungen zugeschrieben. Es wird auch als natürliches Antibiotikum angesehen.

Bekannt wurde die Wiesenküchenschelle mit dem Aufkommen der Homöopathie als eines der Hauptmittel zum Beispiel in den Potenzen Pulsatilla D6 und Pulsatilla D12. Die mögliche Toxizität der Pflanze spielt durch den homöopathischen Verdünnungsprozess keine Rolle.


Inhaltsstoffe, Wirkung und Anwendung

Der giftige Inhaltsstoff Protoanemonin wird im Trocknungsprozess zum sekundären Pflanzenstoff Anemonin. In seiner giftigen Form reizt Protoanemonin vor allem die Haut- und die Schleimhäute. Die Substanz wird bei Verletzung der Pflanze als milchige Flüssigkeit abgesondert. Das Stichwort Absonderung bildet auch den Kern des homöopathischen Arzneimittelbildes. Man spricht bei Protoanemonin gern von Anemonencampher, was auf die Reizwirkung hinweist. Für Bienen kann interessanterweise Anemonin giftig sein.


Hauptindikationen in der Homöopathie

  • Magen- und Darmstörungen
  • Bindehautentzündungen
  • Hauterkrankungen mit Absonderungen
  • Migräne
  • Nebenhöhlen- und Ohrenentzündungen besonders bei Kindern

Homöopathen sehen in Pulsatilla unter anderem ein wichtiges Frauenmittel. Konstitutionell ist hier der sanfte und phlegmatische Menschentyp angesiedelt, der unter einer Überreizung aus der Umwelt besonders leiden kann. Physisch reagiert er dabei oft mit Körperabsonderungen aller Art, wie sie bei Erkältungen, Entzündungen und Hauterscheinungen auftreten. Von der innerlichen Befindlichkeit her sind Pulsatilla D6 und Pulsatilla D12 bei stillem Kummer sowie bei Ängsten exzellente Alltagsmittel der Homöopathie. Sie eignen sich für eine Selbstanwendung und sollten in einer homöopathischen Hausapotheke nicht fehlen.

Bei wechselnden Launen, Schüchternheit, aber auch bei ausgeprägter Dickköpfigkeit und Trotz kommen die Mittel ebenfalls zum Einsatz. Deshalb können sie Kinder in ihren verschiedenen Entwicklungsstadien sehr gut unterstützen und ausgleichen.


Darreichungsformen von Pulsatilla

Globuli und homöopathische Tabletten gelten als die typischen Darreichungsformen von Pulsatilla. Neben den bereits genannten Potenzen kommen C30 und D30 Potenzen häufig zum Einsatz, wobei sie eher in der Behandlung von Homöopathen als in der Eigenbehandlung eine Rolle spielen.


Tipp von Apothekerin Birgit Matuschek

"Pulsatilla ist für mich eines der wichtigsten Kindermittel in der Homöopathie. Ich empfehle es immer wieder bei Erkältungskrankheiten, bei denen die Symptome wie z.B. Ohrenschmerzen von einer Seite zur anderen wechseln. Bei der Auswahl des Mittels frage ich stets, ob das Kind im Rahmen der Erkrankung „am Rockzipfel der Mutter hängt“. In der homöopathischen Mittelbeschreibung steht typischerweise „blond, blauäugig und weinerlich“. Pulsatilla ist auch Bestandteil von Hustenelixier von Weleda. Diesen empfehle ich bei allen akuten Entzündungen der Luftwege. Er fördert das Abhusten von zähem Schleim und lindert den Hustenreiz. Kleinkinder von 1 bis 5 Jahren erhalten drei Mal täglich einen viertel bis einen halben Teelöffel, Kinder ab 6 Jahren und Erwachsene alle drei Stunden 1 Teelöffel Sirup."

Produkte mit Pulsatilla
Pulsatilla D6 Globuli
Hustenelixier Weleda
Hirudo comp. Globuli
Virburcol N Kinder- und Säuglings-Suppositorien
Euphobium comp. Nasentropfen


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